Politisches Theater "Alles dicht machen"

Die Aktion "Alles dicht machen" von über 50 Schauspielern sorgte für viel Aufsehen - es gab viel Lob, aber auch Kritik.
Dies haben wir in unserem satirischen Theater mit fiktiven Einzelfällen aufgegriffen und wollten so mit dem Stilelement der Übertreibung die Widersprüche und Kollateralschäden der nicht validierten Corona-Maßnahmen aufzeigen.

1. Statement vom Koch Albert Zwiebelbrand

"Jetzt koche ich nicht mehr, weil ich genau weiß, dass ich mit einer Kartoffel Menschen töten könnte. Dass sich Viren auch in Sellerie verstecken. Schon ein Risotto könnte tödlich sein..."

2. Statement von Bademeister Michael

"Warum gibt es eigentlich immer noch keinen Test auf Fußpilz? Die Gefahr ist unsichtbar. Gut, man stirbt nicht daran. Aber die Langzeitfolgen können gravierend sein. "

3. Statement von Krankenpfleger Martin

"Wir müssen tun was uns gesagt wird! Testen, Maske, Abstand! Alle Kontakte vermeiden und impfen! Es ist auch nicht relevant, dass ich von Todesfällen im Zusammenhang mit der Impfung weiß!"

4. Statement von Lehrer Gustav Hirn

"Ich unterrichte an einer Schule, wo immer irgendwer von irgendwem irgendwelche Anweisungen bekommt...nicht auf einem Marktplatz der Meinungen. Demokratie war früher auch wirklich überbewertet. Demokratie – Herrschaft des Volkes das ist unverantwortlich, sie wissen doch nicht, was gut für sie ist.

Und nur, weil niemand nachweisen kann, dass es asymptomatische Infektionen gibt. Nur, weil es inzwischen eine ganze Reihe von Gutachten über die Gefährdung des Kindeswohls durch Tests gibt. Nur weil die Kinder in der Schule mit ihren Masken ihre eigenen Viren einatmen. Nur weil Kinder im Schulbus mit Maske umgekippt sind...heißt das doch noch lange nicht, dass wir nicht Dienst nach Vorschrift machen sollten. "

5. Statement von Mutter Theresa

"Seit der Pandemie lernt mein Kind im Homeschooling am Computer und es spielt auch am Computer – nur Lachen höre ich es nicht mehr – aber das ist gut so – das Lachen war sowieso immer zu laut. Und außerdem: Lachen und Freude ist ja nicht wichtig für das Immunsystem und die Gesundheit – schließlich hatten wir diesen Winter kaum etwas zu Lachen und viel Freude hatten wir auch nicht, aber es hatte auch keiner einen Schnupfen diesen Winter – dieses Virus haben wir erfolgreich besiegt."

6. Statement von Einzelhandelskauffrau Anna

"Ja, die Regierung muss sogar nochmal drastisch verschärfen. Totaler Lockdown! Alles dicht machen! Und das nicht nur für eine Woche oder zwei... Meine Existenz ist eh schon ruiniert, aber nur so schaffen wir es die größte Katastrophe aller Zeiten zu überwinden."

7. Statement von der jungen Jessica

"Wir haben das Virus noch nicht besiegt, aber ich finde das ist kein Problem, wir haben ja Zeit. Geht halt nicht alles so schnell, wie neuerdings in der Forschung. Wenn ich darüber nachdenke finde ich es schon spannend, statt 5 bis 10 Jahren brauchen wir nur noch 6 Monate für die Entwicklung eines Impfstoffes. Dieses Tempo finde ich phantastisch, einfach erstaunlich. Und fast wären die auch schon richtig voll zugelassen worden!"

8. Statement von Krankenpfleger Martin

"Die heutige Zeit ist großartig. Jedenfalls was das Lernen betrifft. Ich lerne jeden Tag Neues dazu. Hier einige Beispiele:
Im Januar 2020 habe ich von Herrn Drosten gelernt, dass Masken nichts nützen. Etwas später lernte ich, sie nützen doch. Von Herrn Spahn habe ich im Juni 2020 gelernt: „Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zu viel testen, denn es gibt eine Fehlerquote“. Einige Wochen später lernte ich, wir müssen so viel wie möglich testen. Das sei die einzige Möglichkeit die Pandemie zu beenden. Dann lernte ich von Herr Wieler, dass je mehr wir impfen umso mehr Mutanten treten auf. Kurze Zeit später lernte ich von ihm, dass je mehr wir impfen desto weniger Mutanten werden auftreten. Jetzt vor kurzem lernte ich von Herrn Lauterbach, dass wir erst die Zahlen steigen lassen mussten, um überhaupt die Politik begründen zu können, die von Anfang an, also früher viel früher viel besser gewirkt hätte."

9. Statement von Tochter Vicky

"Früher haben meine Eltern und ich immer selbst entschieden, wann und wie oft wir uns treffen sollen. Seit Corona ist das anders. Jetzt bekommen wir immer genau gesagt, was wir machen sollen. Aber das ist gut so, denn selbst Entscheidungen zu treffen ist oft schwierig."

10. Statement von Außendienstmitarbeiterin Julia

"Meinen Sie etwa, dass dieses Opfer zu groß ist, was sie bringen? Denken sie doch mal nach, stellen sie sich vor, wie viele Menschen sterben könnten, wenn das Hotel voll wäre. Nicht auszudenken,  die Intensivstationen wären überfüllt und das Gesundheitssystem könnte zusammenbrechen. Von daher ist kein Opfer zu groß. Und es sind doch nur noch 2 Monate, dann wird alles wieder normal."

11. Statement von unserem Grundgesetz

"Bis Frühjahr 2020 wusste man, dass es mich gibt. Wenige kannten mich persönlich, aber jetzt … Durch die Corona-Maßnahmen der Regierung sind besonders meine Artikel 1 bis 19, die „Menschenrechte“, so was wir Popstars geworden, genau in dem Moment, als sie teilweise oder komplett verloren gegangen sind. Das ich jetzt richtig berühmt geworden bin, das verdanke ich ja nur der Bundesregierung."

12. Statement der Theatergruppe

"Gerne möchte ich mit Auszügen aus zwei Interviews von Regisseur Dietrich Brüggemann abschließen, dem wir die zuvor erwähnte Filmaktion „Alles dicht machen“ verdanken.
"Wir unterwerfen uns absurden Regeln. Es heißt: ‚Jeder Covid-Tote ist einer zu viel‘, diesen Satz können wir alle unterschreiben, oder? Das impliziert aber auch, dass wir gleichzeitig sagen, jeder andere Tote ist nicht einer zu viel. Wir haben eine gewisse Anzahl an Toten, die akzeptieren wir, nur Corona-Tote akzeptieren wir nicht. (…) Das ist das neue Paradigma unserer Gesellschaft. Gleichzeitig läuft das alte Paradigma aber weiter. An anderen Sachen darf man weiter sterben (…) Wenn wir sagen, jeder Corona-Tote ist einer zu viel, dann können die Maßnahmen nie genug sein, und das kritisieren wir mit dieser Aktion. (…)"